Update : Jessika – rennt … und rennt …

Kassel Marathon

Wie schon 2018 bildete der Kassel Marathon eines meiner läuferischen Jahreshighlight. Benjamin und ich wurden erneut vom ehemaligen Bundestrainer und Hauptorganisator Winfried Aufenanger eingeladen.

Wir bekamen Fahrtkosten erstattet sowie einen Schlaf Platz und Frühstück im Athletenhotel und einen Elite Startplatz geschenkt. Am Wettkampfmorgen herrschte tolles spätsommerliches Wetter. Die lange Autofahrt vom Vortag hatte meine Beine etwas schwer werden lassen, aber ich fühlte mich ausgeschlafen und freute mich auf das Rennen.

Die ersten 5km lief ich mit der später drittplatzierten Frau gemeinsam. Ich hatte erfahren, dass sie um 2:40h laufen wollte. Allerdings lief sie nur in meinem Windschatten, sodass ich einen leichten Zwischenspurt wagte, um sie abzuschütteln. Ich hörte ihre Schritte nicht mehr hinter mir, war aber von dort an ganz allein unterwegs.

Dies ist natürlich nicht vorteilhaft, um eine schnelle Zeit zu laufen. Kurzweilig waren die ersten 30km des Rennens trotzdem, denn viele Zuschauer am Streckenrand sorgten für gute Stimmung.

Die 10km lief ich in ca. 37min, den Halbmarathon in 1:20h, die 30km knapp unter 1:55h.

Dann begann der mühsame Teil der Kasseler Strecke, denn die folgenden 7km bildeten einen Anstieg auf 700HM. Mein Tempo brach ein, ich musste etwas kämpfen. Doch ich wusste, dass ich nur weiterlaufen müsste um meinen zweiten Platz zu halten, denn die Mitläuferin vom Start war nicht mehr in Sichtweite. Schließlich erreichte ich glücklich das Ziel in 2:44:28h als schnellste Deutsche und zweite Frau.

Jessika Ehlers im Ziel (Kassel)

Der Kassel Marathon ist eine liebevoll organisierte Veranstaltung und sehr zu empfehlen.

Büdelsdorfer Eiderlauf

Ursprünglich war für den Tag des Büdelsdorfer Eiderlauf 2019 ein Ruhetag geplant da ich eine Woche später beim Frankfurt Marathon an den Start gehen wollte und von Montag bis Samstag bereits fast 150 Laufkilometer in den Beinen hatte.

Wenn mein Sportverein aber einmal im Jahr einen Volkslauf veranstaltet, möchte ich natürlich dabei sein, wenn auch nur locker als Dauerlauf.

Und so lief ich einfach mit ohne auf die Uhr zu schauen. Nach zwei Kilometern schien mein zweiter Platz sicher, ich sah die Erstplatzierte vor mir und die Drittplatzierte hinter mir nicht mehr.

Ich genoss die landschaftlich schöne Strecke an der Eider und wechselte ein paar Worte mit meinen Mitläufern. Nach 11,1km und 43:08min erreichte ich das Ziel.

Great 10k in Berlin

In dieser Saison habe ich bereits an unzähligen 10km-Läufen teilgenommen, doch kein Rennen war so imposant wie der Great 10k in Berlin.

Um dort zu starten, reiste ich per ICE zum zweiten Mal überhaupt in meinem Leben in die Hauptstadt und war sofort beeindruckt von den Sehenswürdigkeiten, den unterschiedlichen Kulturen, den großen Gebäuden und Straßen und den Lichterspektakeln am Abend im Zuge des zeitgleich stattfindenden “Festival Of Lights”. Am Sonntagmorgen waren die Temperaturen, obwohl es bereits Mitte Oktober war, auf über 20 Grad angestiegen.

Ich fuhr mit der S-Bahn zum Schloss Charlottenburg, wo ich gemeinsam mit 7000 weiteren Läufern, darunter national und international bekannte Läufer, an den Start ging. Mein Coach hatte sich erhofft, dass mich das gut und dicht besetzte Starterfeld und die flache Strecke zu einer schnellen Zeit ziehen würden.

Damit sollte er Recht behalten, die Zeitmessung bei km 5 im Zoo zeigte eine 17:40 an, als ich über die Matte lief. Von km 6 bis km 9 dünnte das Läuferfeld allerdings merklich aus, eine leichte Steigung in Kombination mit Gegenwind machte mir zu schaffen und drosselte meine Pace.

Auf dem letzten km war die Strecke wieder deutlich weniger windanfällig, ich konnte einen kleinen Endspurt einlegen und finishte als 10. Frau und 4. Deutsche in 36:28min.

Berlin ist eine tolle sportliche Stadt mit vielen schönen Laufveranstaltungen.

Preetzer Schusterlauf

Der Preetzer Schusterlauf ist ein nette Laufveranstaltung mit familiärer Atmosphäre im Kreis Plön. Die 16,6km Strecke um den Lanker See ist landschaftlich schön, aber durch einige Steigungen und Waldabschnitte auch anspruchsvoll.

Bei allerschönstem spätsommerlichem Wetter fand der Lauf in diesem Jahr am 22. September statt. Obwohl das Teilnehmerfeld überschaubar war, lief ich nicht allein, denn ich hatte den dritten und den vierten Mann Benjamin und Sören Ohm immer in Sichtweite.

Auf den letzten beiden Kilometern konnte ich aufschließen und wir liefen als kleine Gruppe ins Ziel, wobei ich den ersten Platz bei den Frauen in 1:01:55h belegte.

Bokel – 6 Stunden-Lauf

Jedes Jahr findet in Bokel der traditionelle 6h-Lauf statt. 2014 war ich hier mit damals 18 Jahren schon einmal gestartet und hatte 43,04km in 4h zurückgelegt.

Dieses Jahr war ich wieder dabei und wollte in netter Gesellschaft ein paar lockere Runden drehen. Da der 2040m lange Rundkurs zu 50% aus Wald- und Feldweg bestand waren wir sehr froh über das trockene Wetter an diesem Samstagmorgen.

Um 9 Uhr fiel der Startschuss und ca. 100 Läufer begannen, Runden und Kilometer zu sammeln. Nette Gespräche mit den Mitläufern und eine sehr gute reichliche Verpflegung ließen die Zeit schnell vergehen. Nach einem ganz lockeren Marathon in 3:15h fühlten sich meine Beine noch frisch an und ich entschied mich, noch ein paar Runden weiterzulaufen und lief meinen 15. Marathon, meinen ersten Ultra-Marathon und somit meine bisher längste Laufdistanz mit 50,6km in 3:53h.

Der 6h Lauf hat sehr viel Spaß gebracht, im nächsten Jahr komme ich gerne wieder.

Frankfurt Marathon

Vor Saisonende wollte ich gern noch einen schnellen großen Stadtmarathon laufen. Mein Coach organisierte mir einen Startplatz beim Mainova Frankfurt Marathon am 27.10. sowie eine Übernachtung im Marriott Hotel, welches praktischerweise direkt gegenüber der Messehalle und des Startbereichs lag.

Die Wahrscheinlichkeit, dass 6 Wochen nach dem Kassel Marathon eine persönliche Bestzeit herausspringen würde, war sehr gering, aber eine flache Strecke und ein starkes Teilnehmerfeld sollen trotzdem zu einer schnelle Zielzeit verhelfen.

Außerdem war ich noch niemals zuvor in Frankfurt gewesen und freute mich drauf, eine neue Stadt kennenzulernen. Am Sonntag um 10 Uhr war das Wetter perfekt zum Laufen, trocken und um die 15 Grad.

Ich startete im Asics-Startblock mit den 2:30-2:45h Läufern. Auf den ersten Kilometern war es ganz schön eng auf der Strecke und meine Beine fühlten sich müde an vom Flug und der Busfahrt am Vortag. Ab dem zehnten Kilometer “rollte” es dann doch, die Strecke war kurzweilig und die Stimmung durch Zuschauer und Musik klasse.

Das absolute Highlight war natürlich der Zieleinlauf in die Festhalle, wo ich in 2:44:15h als 10. deutsche Frau einlief. Frankfurt ist mein persönlicher Favorit unter den Stadtmarathons geworden.

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