Lena gewinnt beim Triathlon Wanderup

Lena Wichmann gewinnt den Triathlon in Wanderup

Ein Bericht von Frank Wichmann

Coronabedingt findet dieses Jahr kaum ein Wettkampf statt. Daher war es erfreulich, dass die Organisatoren um Ludwig Kiefer allen Widerständen zum Trotz ein Konzept vorlegten, damit der Wanderup Triathlon stattfinden konnte.

Die Besonderheit: Es gab keine Massenstarts, sondern ähnlich wie beim Biathlon alle 10 Sekunden einen rollierenden Start mit 4 Athleten. Die Gesamtabrechnung lief dann über das jeweilige individuelle Transponderergebnis.

Leider war das Wetter während der gesamten Veranstaltung ein Auf und Ab an Regen- und kurzfristigen Trockenphasen. Zum Glück war es gefühlt nicht besonders kalt.

Lena startete als erste Athletica beim Einsteigertriathlon. Zu “alt” für den Kids Tria und zu jung für die Sprintdistanz startete sie mit anderen Kaderathleten über 300m Schwimmen, 10km Rad und 3km Laufen.
Sie kam als 3. aus dem Wasser, vor ihr nur zwei Kaderjungs und etwas hinter ihr ebenfalls weitere Kaderkinder neben den ganzen Erwachsenen, die z. T. ihren ersten Triathlon absolvierten.
Auf dem Rad fuhr Lena ebenfalls die 3. Zeit. Nur wenig besser die in Führung liegenden Jungs. Nach hinten mittlerweile ein minutenlanges Loch zu den Verfolgern.
Auf der Laufstrecke hielt sie ungefährdet ihre Position und rechtfertigte unter den Augen des Landestrainers ihre vorzeitige Aufnahme in den Kader 2021. Eine guten Schwimm-, eine ganz starke Rad- und eine gute Laufleistung. O-Ton des Landestrainers: man sieht auf dem Rad, wer aus Büdelsdorf kommt. Dies Lob schließt nicht nur Lena, sondern auch Janne und Mattes mit ein.

Bei den Jedermännern (0,6/18/4,5) startete unser Triathlon Urgestein HaPe. Mit soliden Schwimm- und Laufleistungen und einer guten Zeit auf dem Rad verpasste er nur um Sekunden den Sieg in seiner AK. Bei allein 11 Teilnehmern bei den Senioren 4 ein tolle Leistung.

Bei den Sprintern (0,6/18/4,5) war Athletico nicht nur mit Masse, sondern mit Klasse vertreten.

Bei den Frauen starteten Paula, Rhea und Janne.

Paula hatte auf der Radstrecke – wie viele andere Teilnehmer auch – einen Platten und schied daher unglücklich aus. Es kamen “nur” 36 Frauen ins Ziel.

Janne schwamm erwartungsgemäß eine gute Zeit (auch wenn sie nicht ganz zufrieden war – und wie viele gute Frauen ohne Neo 

:-)

) Es war die 2. beste Zeit der Frauen.
Auf der Radstrecke mit Rennrad ohne Auflieger, wird der Nachteil zu den Zeitfahrmaschinen besonders deutlich. Da die Kaderrennen allesamt Windschattenrennen sind, bei denen jegliche Form der Auflieger verboten sind, starten die meisten – so wie Janne – mit Rennrad in der Unterlenkerposition.
Beim Laufen tat sich Janne auf der ersten Hälfte sehr schwer und kam erst auf der zweiten Hälfte gut ins Laufen. Dadurch verlor sie noch einige Plätze, kam mit dem 10 Platz aber noch auf eine Top 10 Platzierung.

Rhea erging es genau anders herum. Nach dem Schwimmen in der Frauenwertung weit zurück, kämpfte sie sich mit einer guten Radzeit immer weiter nach vorne und beim Laufen haute die ehemalige Leistungsläuferin in “ihrer” Disziplin richtig einen raus. Mit der 4. besten Laufzeit bei den Frauen machte sie Platz um Platz gut und wurde schließlich 7.

Bei den Männern Leif, Danny Blase und ich. (71. Männer im Ziel)

Danny verspekulierte sich und verzichtete auf den Neo beim Schwimmen. Im letzten Viertel kam er aus dem Wasser und kam auf der ersten Radrunde nicht in Tritt, weil es ewig dauerte, bis ihm nach dem Schwimmen wieder warm wurde. In Anbetracht der Umstände war die Radzeit aber durchaus in Ordnung, so dass er ein paar Plätze gut machen konnte. Beim Laufen zeigte Danny aber dann doch noch sein Können und lief eine tolle Zeit in deutlich unter 4er Schnitt und verbesserte so noch seine Platzierung. Der 53. Platz spiegelt nicht sein Leistungsvermögen wieder.

Leif setzte auch auf “ohne Neo”. Er schwamm eine durchaus gute Zeit, die aber nicht seinen Ansprüchen genügt. Beim Rad war er erwartungsgemäß auch gut unterwegs, konnte seine übermenschliche Stärke der letzten Zeit aber auf der Strecke (enge Wirtschaftswege mit teilweise Gegenverkehr durch andere Radfahrer, viermal Wendepunkt und damit praktisch runter auf fast Null) nicht in gehofftem Umfange ausspielen, so dass er den Kontakt nach ganz vorne nicht halten konnte. Beim Laufen – aktuell seine Achillesferse – konnte er noch knapp unter 4er Schnitt laufen – bei der startenden Leistungsklasse aber zu wenig für eine Top Platzierung. Leif musste noch einige beim Laufen ziehen lassen und wurde Gesamt 11.

Ich schwamm mit Neo und setzte damit auf das richtige Pferd. Entgegen der Ausschreibung war die Schwimmstrecke anstatt 500 ca. 600m lang. Janne schwamm nur wenige schneller als ich, Leif sogar einige Sekunden langsamer. Im Becken unvorstellbar. Für meine Verhältnisse kam ich sehr gut aus dem Wasser und hoffte mit guter Radstärke und neuer Zeitfahrmaschine daran anknüpfen zu können. Nach kurzer Zeit kam Finn Johannsen aus Südtondern vorbei (fährt fast auf dem Niveau wie Leif) und ich versuchte ihn nicht wegfahren zu lassen. Dies gelang mir nicht ganz, aber kurz vor der Wechselzone konnte ich fast wieder auf ihn auffahren. Mit knapp über 40er Schnitt dann vom Rad. Dann ging es Schulter an Schulter auf die Laufstrecke mit Finn, der mir aber gleich weglief, sich aber nicht mehr als 20-30 Meter entfernen konnte. Nach der Hälfte der Laufstrecke holten wir Leif ein. Auf dem Rückweg konnte ich wieder zu Finn auflaufen sogar ein paar Meter zwischen uns bringen. Aber auf den letzten 500m zog er noch mal an, ich konnte nicht ganz dran bleiben und so lief er 1 Sekunde vor mir ins Ziel. Da er aber 10 Sekunden vor mir startete, konnte ich das Duell in der Gesamtwertung für mich entscheiden. Ich wurde Gesamt 8.

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