Crossduathlon Frörup „Mountain Cross“ 25.10.2014

(Beeke Jandt) Seit August gehe ich dem RR-fahren etwas fremd und habe mir zu meinem vorhandenen Radrepertoire noch ein Hardtrail zugelegt….


Die ersten Ausfahrten waren noch recht wackelig… im Gelände unterwegs zu sein ist doch etwas anders als auf der Strasse mit dem RR oder Triathonrad zu cruisen.
Schnell habe ich jedoch gefallen an meinem neuen Gefährt und den Ausfahren in den umliegenden Wäldern gefunden. Mit den gefahrenen Kilometern wuchs auch die Lust mal einen WK auf dem Mtb. zu bestreiten. Da ich auch Geländeläufen nicht abgetan bin, musste ein Duathlon her, der mir diese beiden Bereiche verbindet. Ich bin dann über den Crossduathlon in Frörup (Höhe Tarp) gestoßen. Spontan hab ich mich in der vergangenen Woche noch schnell angemeldet. Von der Starterliste her war schon zu erkennen, dass es sich um ein kleines Event handelt. Perfekt um mich als Neuling in die Materie einzufinden. Gelaufen wird über einen 1,5 KM Rundkurs und mit dem Bike über einen 4 KM langen Rundkurs, welche unterschiedlich oft umfahren werden müssen. Angeboten werden eine Kurzstrecke von 3 – 8 – 1,5 und einen Langstrecke 4,5 – 16 – 4,5. Ich habe mich direkt für die lange Strecke entschieden, denn wenn man schon mal dabei ist und dreckig wird, dann sollte es sich wenigstens auch lohnen.
Start war für mich erst um 13 Uhr, so dass ich vorher ausschlafen als auch lange frühstücken konnte um dann auch noch entspannt und rechtzeitig an Ort und Stelle anzukommen… super!
Als ich am Start stand konnte ich den WK noch nicht richtig einschätzen, sowas hatte ich zuvor schließlich noch nicht gemacht und die Strecke war mir bislang völlig unbekannt. Ich ließ es einfach auf mich zukommen und hielt mich nach dem Startschuss an meine Vorläufer.
Die Laufrunde startete direkt mit einem Anstieg, ging dann über Stock und Stein, Baumwurzeln, Matschlöcher die es zu umgehen hieß, Laubpassagen im Wald als auch umgefallenen Baumstämmen zwischen denn man Slalom laufen oder schräg unterdurch musst… vorzugsweise ohne sich den Kopf zu stoßen. Durch diese Abwechslungsreiche Stecke verging die Zeit rasend schnell, da man sich immer um die nächsten Hindernisse oder Wegbeschaffenheiten konzentrieren musste. Ebenso war es auf der Radstrecke. Wenig Waldautobahn, viele Trails… diese gingen über Passagen mit tiefen Schlammlöchern, Baumwurzeln und –stämmen, die einem zum Absteigen gezwungen haben. Wer sein Rad liebt, der schiebt… oder auch hebt es dann darüber! An Kritischen Abschnitten standen immer Helfer, zur Warnung oder falls doch mal das Rad nicht so will, wie es sich der Fahrer vorgestellt hat. Selbst rutschige nasse Planken waren an einer Stelle über ein Bachbett gelegt, was es zu überwinden galt. Für mich war das Neuland und meine vorherigen Trainingsausfahren waren aus jetziger Sicht absolut unspektakulär. Die Anstiege waren moderat mit einigen richtig knackigen Spitzen, welche gerade auf den letzten Runden an den Kräften gezehrt haben. Vielleicht waren es aber auch die gefühlten 4KG Fröruper Dreck, die mittlerweile an meinem Rad klebten. Die Intensität hat sich dann auch auf dem 2te Laufpart bemerkbar gemacht. Die Beine waren nicht mehr ganz so geschmeidig wie auf den ersten 4,5 Kilometern aber dennoch konnte ich mit Druck und einem Lächeln noch das Terrain beherrschen. Nach 1:54h war dieser wirklich intensive Kraftakt vorbei und ich war froh als 2te Frau in der Wertung meinen ersten CrossDuathlon gefinished zu haben. Egal ob Lauf oder Rad, mir hat der WK von Anfang bis Ende Spaß gemacht und es wird für mich nicht der letzte dieser Art gewesen sein. Ansonsten war das Event wirklich mit viel Liebe zum Detail ausgestattet… klein, mit total netter Athmosphäre sowohl zwischen den Athleten als auch den Veranstaltern. Spätere Siegerehrung mit der Vergabe von Urkunden und Medaillien fand draußen bei Kaffee, Kuchen und alkoholfreiem Bier statt. Ich kann dieser Veranstaltung nur jedem empfehlen, der keine Schlammschlachten scheut und dessen Herz bei Laufen und Mtb in der Natur mit brennenden Oberschenkeln höher schlägt.
Vielleicht stehen im kommenden Jahr noch ein paar mehr Athleticos neben mir am Start, das wäre doch toll! 🙂

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